Es kann gut sein, dass der Heimunterricht für Sie und Ihre Familie genau das Richtige ist. Die Kinder können individuell betreut werden und sich in ihrem Tempo weiterentwickeln. Das Schöne am Homeschooling ist, dass die Entwicklung relativ frei gestaltet werden kann. Man kann gemeinsam mit dem Kind an den Themen arbeiten, die es interessiert und worin seine Stärken liegen. Lernzielkontrolle ist jedoch kein böses Wort, auch nicht im Heimunterricht.

Wir glauben es ist wichtig, Ihr Kind im Homeschooling auf das Leben vorzubereiten.

Deshalb macht das Formulieren von Lernzielen für Ihr Kind auch im Homeschooling Sinn. Eine grobe, aber sorgfältige Jahres- und Semesterplanung ist nötig. Vor allem, wenn Sie wissen, dass Sie Ihr Kind langfristig im Heimunterricht behalten möchten. So ist es wichtig, die erarbeiteten Ziele auch regelmässig zu überprüfen. 

Als Anhaltspunkt dafür kann der Lehrplan 21 dienen. In manchen Kantonen, wie zum Beispiel in Bern oder Zürich, ist der Lehrplan 21 zielführend für die Entwicklung von jedem Kind. Er ist so aufgegliedert, dass zu jedem Fach detaillierte Kompetenzen formuliert wurden. Diese gelten sowohl für Kinder, die im Homeschooling unterrichtet werden, als auch diejenigen, welche regulär die Primar- oder Oberstufe besuchen.

Wenn Sie sich mit dem Lehrplan 21 vertraut machen möchten oder Hilfe bei der Semesterplanung brauchen, unterstützen wir Sie gerne dabei.

Vorbereitung auf die nächste Schulstufe

Nach der Schule ist vor der Schule. Wenn Ihr Kind die Primarschule gut absolviert hat, geht es natürlich noch weiter. Wir merken häufig, dass sich Eltern meistens erst spät damit befassen, wo und wie es nach der Primarstufe weitergehen soll. Es ist wichtig ein langfristiges Ziel im Auge zu behalten. Wenn Ihr Kind Ihnen zeigt, dass es gerne auf das Gymnasium gehen möchte, müssten Sie gegebenenfalls frühzeitig die Lehrmittel und Methoden auf diese Schulstufe anpassen.

Lernzielkontrollen sind essenziell

Um zu überprüfen, ob das Kind den Lernstoff verstanden hat, ist es von Vorteil immer wieder kleinere Lernzielkontrollen durchzuführen. Ob das jetzt mündlich oder schriftlich ist, ist völlig Ihnen überlassen. Hauptsache, Sie machen auch ein bisschen Spass ;). So behalten Sie, als Eltern und Lehrperson unter anderem den Überblick über die erarbeiteten Kompetenzen.

Wenn Ihr Kind im Homeschooling unterrichtet wird, bekommt es ein anderes Gefühl von Druck und vor allem Zeitdruck! Prüfungen unter Zeiteinschränkungen oder in einer Umgebung zu schreiben, wo es nicht so ruhig wie zu Hause ist, können durchaus sinnvoll sein. Zum Beispiel könnte sich die lokale Bibliothek dafür gut eignen. Denn damit sich Ihr Kind gezielt auf die nächste Herausforderung in seinem Leben vorbereiten kann, muss man es manchmal aus der Komfortzone bringen.

Aus der Komfortzone

Kinder, die im Homeschooling unterrichtet werden, haben die Möglichkeit sich tief gehend mit Themen zu beschäftigen. Wichtig ist, dass sie dies breitgefächert tun. Achten Sie darauf, dass es auch an seinen Schwächen dranbleibt und sich darin weiterentwickelt. Sonst wird die Schere zwischen „starken und schwachen“ Fächern immer grösser. Falls es dabei zu Motivationsschwierigkeiten kommt, lohnt es sich vorgängig über ein Belohnungssystem nachzudenken.

Wir finden, dass es wichtig ist, dass sich Kinder nicht daran gewöhnen immer alleine und in Ruhe arbeiten zu können. Im späteren Schul- sowie auch Arbeitsleben wird diese Situation (ein perfektes Umfeld) voraussichtlich nicht sehr häufig auftreten. Haben Sie deshalb keine Angst Ihr Kind auch mal aus der Komfortzone zu bringen. Unerwartete, kleine Prüfungen oder Zeiteinschränkungen auf Aufgaben zu legen, können dabei sehr helfen.

Wenn Sie Hilfe brauchen, kleine Zwischentests zu entwickeln, können Sie sich gerne jederzeit bei uns melden. Denn die jeweiligen Lernzielkontrollen müssen immer auf den Unterricht abgestimmt werden.