Mit diesem Blog-Artikel versuchen wir Ordnung in das Wörterchaos zu bringen. Freilernen und Homeschooling sind nämlich nicht dasselbe, obwohl sie fälschlicherweise oft als Synonyme gebraucht werden.

Homeschooling

Homeschooling (=Heimunterricht oder Hausunterricht) ist unser Metier. Die Kinder lernen zu Hause in ihrem eigenen Tempo und nach den eigenen Lehrplänen. Diese müssen jedoch an die Vorgaben des Kantons angepasst sein, das heisst die obligatorischen Lehrmittel und der kantonale Lehrplan müssen zu Hause vorhanden und für alle zugänglich sein. Es gibt regelmässige, angekündigte Besuche von der kantonalen Erziehungsdirektion.

Die Eltern oder betreuende Lehrperson müssen sicher stellen, dass ihr Kind die verschiedenen Lernziele / Komepetenzen erreicht. Wie sie das tun und in welcher Reihenfolge, ist jedoch der Familie überlassen. Beim Heimunterricht wird so unterrichtet, dass das Kind theoretisch jederzeit wieder in den Schulalltag eingegliedert werden könnte und ohne grosse Mühe dem Unterricht, sowie den Schulregeln folgen kann. Homeschooling ist in vielen, aber nicht allen, Kantonen der Schweiz erlaubt, jedoch zu ganz unterschiedlichen Konditionen. Gerne finden wir für Sie die Gesetzgebung in Ihrem Kanton heraus.

Unschooling oder Freilernen

Diese zwei Begriffe sind Synonyme. In der Schweiz ist dies zur Zeit verboten. Im Unterschied zum Homeschooling lernt das Kind komplett nach seinen eigenen Interessen, bestimmt Rhythmus und Zeitpunkt der zu bearbeitenden Themen selbst. Zu Hause wird also nicht der Lehrplan der Schule nachgeahmt. Als „Freilerner“ oder „Unschooler“ werden Menschen bezeichnet, welche sich somit ohne Bindung an eine Schule selbstbestimmt und selbstorganisiert bilden.

„Grauzone“

Viele Homeschooling-Familien lassen ihre Kinder zu Hause aus einem Mix von Heimunterricht, aber auch Freilernen lernen. Da gibt es natürlich verschiedene Varianten, wie diese zwei Stile kombiniert werden können. Beispielsweise lassen sie ihr Kind die Themen, die es bearbeiten möchte, komplett selbst wählen, achten jedoch darauf, dass möglichst viele Kompetenzen aus dem Lehrplan abgedeckt werden.

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